Stellenangebote

Stellenangebote

Hinweis: Wir freuen uns über dein Interesse. Wir haben aber mittlerweile schon alle unsere Prozessbegleiter*innen gefunden. Wenn du dich über diese Stelle hinaus bei uns engagieren möchtest, schreibe uns gerne an: info@forum-b.eu.

Im Rahmen unseres neuen Projekts „DAS geht! Demokratie und Antidiskriminierung in der Ausbildung sozialer Berufe“ suchen wir nach Prozessbegleiter*innen und Trainer*innen.

Ihre Aufgaben im Modellprojekt sind:  

  • Konzeption und Moderation von Beratungssitzungen, Workshops und Fortbildungen 
  • Unterstützung der Fachkräfte / Berufsschüler*innen bei der Konkretisierung und Umsetzung von Entwicklungszielen bzw. eigenen Projekten
  • Anknüpfen an bereits bestehende Prozesse und Kenntnisse vor Ort 
  • Unterstützung beim Ausbau partizipativer Team- und Kommunikationsstrukturen
  • Regelmäßige Feedbackgespräche mit der Projektkoordination zu den Entwicklungen vor Ort (telefonisch und persönlich)
  • Dokumentation in Form von Beratungs- und Fotoprotokollen
  • Mitwirken an Fachwerkstätten und Intervisionstreffen mit Prozessbegleiter*innen
  • Teilnahme an Evaluation

Sie passen gut zu uns, wenn Sie:

  • über Erfahrungen in der Begleitung komplexer Veränderungsprozesse (Coaching, Training, Beratung, Mediation, Supervision etc.) verfügen  
  • über fundierte Fachkenntnisse in den Bereichen Demokratiebildung, Vielfalt, Partizipation und Antidiskriminierung verfügen 
  • demokratische Organisationsentwicklung unterstützen können  
  • Herausforderungen und Entwicklungspotenziale erkennen und ansprechen können
  • über eine vielfältige Methodenkompetenz verfügen
  • sich auf einen kollegialen Lernprozess im Moderationsteam bzw. in unserem vereinsinternen Team einlassen können

Wir bieten Ihnen: 

  • die Möglichkeit, an einem neuen bundesweiten Modellprojekt zu einem gesellschaftlich relevanten Thema mitzuwirken
  • Referent*innen-Tätigkeit im Zweier-Team
  • Teilnahme an vergüteten Fachwerkstätten mit Prozessbegleiter*innen 
  • die Übernahme von Reise- und ggf. Übernachtungskosten nach Maßgabe des Bundesreisekostengesetzes und nach Vorlage der entsprechenden Belege
  • Tagessatz bis zu max. 700,-Euro (brutto) für 8 Stunden Präsenzzeit inkl. Vor- und Nachbereitung

Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten, dann schicken Sie uns bitte ein kurzes Motivationsschreiben mit Lebenslauf und relevanten Referenzen bis zum 15. April 2020 ausschließlich als pdf-Datei und per E-Mail mit Angabe Ihrer Honorarvorstellung an nina.kaiser@forum-b.eu oder katrin.meier@forum-b.eu. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich unter den oben angegebenen E-Mail-Adressen zur Verfügung und können bei Bedarf auch ein Telefongespräch einrichten. 

Die ausführliche Ausschreibung findet ihr hier.

Wir freuen uns auf Ihre und Eure Bewerbung!

Projektstart „DAS geht!“

Projektstart „DAS geht!“

Wir freuen uns sehr zu verkünden, dass Forum B e.V. seit diesem Jahr Projektpartnerin des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ist. Schwerpunkt des von 2020 bis 2024 geförderten Projektes „DAS geht! Demokratie und Antidiskriminierung in der Ausbildung sozialer Berufe“ bildet die Begleitung von Berufsschulen und Kindertageseinrichtungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dabei sollen angehenden Erzieher*innen Erfahrungsräume demokratischer Partizipation und diversitätsbewusster Arbeit in ihrer berufspraktischen Ausbildung eröffnet werden. 

In den nächsten fünf Jahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, 3 Berufsschulen und 8 Kitas und Horte zu den Themen Demokratie und Antidiskriminierung zu begleiten. Die teilnehmenden Einrichtungen werden mit ihren Fachkräfte-Teams darin unterstützt, sich als Orte des demokratischen und diversitätssensiblen Zusammenlebens weiterzuentwickeln und vielfaltsbewusste, inklusive Ansätze gemeinsam mit Berufsschüler*innen und Kindern umzusetzen. Prozessbegleitung bildet hier ein wichtiges Instrument, um Bildungseinrichtungen in Bewegung zu bringen, Reflexionsräume zu öffnen, Inspiration für neue Themen zu schaffen und das Team zu motivieren. In Fortbildungen werden grundsätzliche Fragen nach einem gelingenden Zusammenleben in Vielfalt gestellt und ein gemeinsames Wissen aufgebaut.

Demokratiebildung sollte so früh wie möglich ansetzen und Kindern und jungen Menschen in Schulen und frühpädagogischen Einrichtungen einen Zugang zu erfahrbarer Demokratie bieten. Mit unserem Angebot möchten wir angehende Erzieher*innen dazu befähigen, Kindern das Erlebnis von demokratischen Prozessen zu ermöglichen und das Prinzip von gleichberechtigter Teilhabe und Nichtdiskriminierung näherzubringen. Um das zu leisten, brauchen die Auszubildenden Wissen, Reflexionskompetenz, Austausch sowie Mut und Neugier, selbst etwas auszuprobieren. Sie brauchen ebenso das Vertrauen, dass demokratische Prozesse funktionieren. Das geht am besten, wenn die jungen Menschen in ihren Berufsschulen Mitbestimmung und Inklusion erleben sowie Einblicke in eine funktionierende demokratiepädagogische oder vielfaltssensible Praxis in Kitas und Horten erhalten. Dafür laden wir bestehende und angehende Konsultationseinrichtungen ein, ihre Türen für Berufsschüler*innen zu öffnen und ihre gute Praxis an Berufsschüler*innen weiterzugeben.

Darüber hinaus sollen der Aufbau und die dauerhafte Etablierung eines länderübergreifenden Netzwerks von frühpädagogischen Einrichtungen und Berufsschulen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt dazu beitragen, Fachkräfte zu vernetzen sowie gelingende Ansätze und gute Praxis sichtbar zu machen. 

Aktuell sind wir dabei, unsere Arbeit an den Berufsschulen und Kindertageseinrichtungen aufzunehmen und sie an unserem Prozess der Konzeptionierung zu beteiligen. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die Herausforderungen und sind gespannt, was in den kommenden Jahren entsteht. 

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie über das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt finanziert. 

Mehr Informationen findet ihr in der Projektvorstellung.

Offener Brief der sächsischen Modellprojekte an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Offener Brief der sächsischen Modellprojekte an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Pressemitteilung der sächsischen Modellprojekte vom 06.11.2019

Träger von Modellprojekten aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und ihre Unterstützer_innen aus Sachsen haben sich mit einem Offenen Brief an die verantwortliche Ministerin gewandt und fordern mehr Unterstützung für ihre Arbeit. 

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist eine wichtige Stütze des Engagements für Menschenrechte und Demokratie in Sachsen. Darüber wurden zuletzt u.a. 18 sogenannte Modellprojekte gefördert, die sich intensiv speziellen Themen und Zielgruppen widmen. Aktuell stehen viele dieser Initiativen vor dem Aus. Ab 2020 sollen aus dem Bundesprogramm in Sachsen nur noch sechs Modellprojekte finanziert werden. Damit droht ein radikaler Einschnitt in die Qualität der politischen Bildungs- und Demokratiearbeit und in demokratisch-zivilgesellschaftliche Strukturen. 

In einem Offenen Brief wenden sich jetzt 14 Vereine aus Sachsen, die eine Interessenbekundung für die Förderung als Modellprojekt bei „Demokratie leben!“ eingereicht haben, sowie 28 Unterstützer_innen und Kooperationspartner_innen an die zuständige Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey, um auf die Folgen für Sachsen aufmerksam zu machen.

„Ich habe kein Verständnis für die Entscheidungen von Ministerin Giffey. Sie hat sich vor einem Jahr in Chemnitz für Demokratieförderung ausgesprochen. Jetzt wird nahezu allen Modellprojekten in Sachsen die Grundlage entzogen. Das ist ein Skandal. Und es ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Demokratieförderung einsetzen. Für uns bedeutet das, dass das in fünf Jahren angehäufte Wissen und unsere Netzwerke verloren gehen. Unsere Arbeit muss abrupt enden und die so wichtige Kontinuität auch“, sagt Kathrin Krahl vom Modellprojekt RomaRespekt.

Neben den Modellprojekten wurde der Offene Brief auch von mehreren Unterstützer_innen und Kooperationspartner_innen unterzeichnet. Dazu gehört neben Einzelpersonen, Vereinen und dem Netzwerk Tolerantes Sachsen u.a. der DGB Sachsen. 

Sie alle fordern, dass die mittlerweile in Aussicht gestellte Aufstockung des Bundesprogramms um acht Millionen Euro gezielt für die Finanzierung weiterer, zunächst abgelehnter Modellprojekte verwendet wird. Zudem wird mehr Transparenz bei der Entscheidung über Interessenbekundungen angemahnt. Zusätzlich zu den auf Innovation ausgerichteten Modellprojekten sollte die politische Bildungs- und Demokratiearbeit dauerhaft und institutionell gefördert und dafür endlich der gesetzliche Rahmen geschaffen werden. Weiterhin schließen sich die sächsischen Initiativen den Forderungen des bundesweiten Offenen Briefes vom 18. Oktober an. Darin wurde die Aufstockung der Mittel auf jährlich 200 Millionen Euro für die gesamte Förderperiode (2020-23) gefordert.

Zum Offenen Brief an Bundesfamilienministerin Giffey

Hintergrund

„Demokratie leben!“ ist das zentrale Bundesprogramm zur Demokratieförderung, angesiedelt beim Bundesfamilienministerium. Die erste Förderperiode des Programms lief von 2015 und bis 2019. Zuletzt hatte das Programm ein jährliches Budget von 115,5 Millionen Euro. Die geplanten Kürzungen für 2020 um 8 Millionen Euro wurden – nach erster Kritik der Träger – Anfang Oktober zurückgenommen. Ende Oktober verkündete Bundesministerin Franziska Giffey schließlich, dass auch in den folgenden Jahren mindestens 115 Millionen Euro zur Verfügung stehen sollen. Im Bereich der Modellprojekte gab es zuletzt rund geförderte 400 Projekte. Für die neue Förderperiode gingen laut Ministerium insgesamt über 1000 Interessenbekundungen ein. Davon wurden jedoch nur 100 zur Antragstellung aufgefordert, darunter sechs aus Sachsen. Über diese Anträge soll bis Ende Dezember entschieden werden.

Demo zum „Sommer der Solidarität“ in Leipzig

Demo zum „Sommer der Solidarität“ in Leipzig

Das bundesweite Bündnis #UNTEILBAR setzt sich im Sinne unseres Vereins für Demokratie, Menschenrechte, soziale und gesellschaftliche Teilhabe ein. Deshalb gehören wir zu den Erstunterzeichnern des sächsischen Aufrufs

Am 6.6. zog das Bündnis #UNTEILBAR unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung“ durch Leipzigs Innenstadt (s. Foto). Am 6.7. startet die Sachsen-Aktion „Sommer der Solidarität“ in Leipzig:

11:00 – 13:00 Straßenbrunch in der Straße des 18. Oktober auf der Wiese vor dem Hochhaus Nr. 10

14:00 Beginn der Großdemonstration am Bayerischen Bahnhof um den Ring bis zum Clara-Zetkin-Park

17:00 Gespräche, Konzerte rund um die Sachsenbrücke

Alle Infos unter: www.sachsen.unteilbar.org